Alle Artikel mit dem Schlagwort: Kunst

Die BILD wird schöngeistig…

Anlässlich des 60. Geburtstages der Bundesrepubik Deutschland stellt die BILD-Zeitung momentan für jedes Jahr ein Bild vor. So viel Schöngeistigkeit hätte ich der Zeitung mit den vier Buchstaben gar nicht zugetraut. Ich bin begeistert… Auf die Idee sind sie allerdings nicht wirklich selbst gekommen, sie präsentieren die Werke der Ausstellung „Sechzig Jahre – Sechzig Künstler“, die am 30. April 2009 von Bundeskanzlerin Angela Merkel im Martin-Gropius-Bau in Berlin eröffnet wird. Gezeigt werden sechzig kunstgeschichtlich herausragende Arbeiten der Malerei, Skulptur, Fotografie und Installationskunst, die seit 1949 entstanden sind. Die Arbeiten stammen von sechzig Künstlern, darunter klangvolle Namen wie Georg Baselitz, Willi Baumeister, Joseph Beuys, Andreas Gursky, Rebecca Horn, Jörg Immendorff, Anselm Kiefer, Martin Kippenberger, Ernst Wilhelm Nay, Albert Oehlen, Sigmar Polke, Neo Rauch, Gerhard Richter und Günther Uecker. Die BILD-Zeitung ist Medienpartner, so werden vielleicht auch einige Menschen in die Ausstellung gelockt, die sonst nicht kämen. Vorgestellt werden die Bilder und die Künstler in der BILD von renommierten Experten, außerdem kann man einen virtuellen Rundgang durch die Ausstellung unternehmen.

360° twittert ab heute

Ab heute kann man auch bei twitter über 360° auf dem Laufenden bleiben. Wer einen Account bei twitter hat, klickt einfach rechts in der Sidebar unter Feeds auf twitter und dann auf „follow“. Wer noch keinen Account hat, muss sich in ein paar Schritten einen anlegen. Dann bekommt man kurze Textnachrichten mit den Überschriften der Artikel und einem Link, wenn ich hier etwas Neues publiziert habe. Vorteilhaft ist das insbesondere, wen man die Artikel auf dem Handy lesen möchte. Viel Spaß!

Voll Porno!

Wie ich neulich lernen durfte, sagen Jugendliche heute nicht mehr „cool“ oder „geil“ wie zu meiner Zeit, sondern „voll porno“. Das trifft auch auf die Ausstellung „Diana und Actaeon. Der verbotene Blick auf die Nacktheit“ im Düseldorfer museum kunst palast zu, die ist nämlich wirklich sehenswert. Voll porno, das findet auch die BILD-Zeitung, die findet die Schau allerdings nicht cool, sondern echauffiert sich über die Darstellungen und meint, das sei einfach nur Pornographie und keine Kunst. Ihren Namen hat die Ausstellung von Ovids Mythos der Diana und des Actaeon. Bei einem Streifzug durch den Wald entdeckt der Jäger Actaeon die Göttin Diana beim gemeinsamen Bad mit ihren Nymphen. Überrascht vom begehrenden Blick des Actaeon, verwandelt die nackte Göttin der Jagd den Jäger in einen Hirsch. Von seinen eigenen Hunden nicht mehr erkannt, zerfleischen diese den hilflosen Actaeon. Die Ausstellung zeigt ein großes Konvolut von 300 Gemälden, Skulpturen, Zeichnungen und Grafiken sowie Fotografien und Videos, die sich dem Themenkomplex von Keuschheit und Begehren, von Sehen und Gesehen werden, von Voyeurismus und Exhibitionismus widmen. So illustriert die Schau …

Berlin ist um eine (Kunst-) Attraktion reicher

Berlin mausert sich. Die Kunst in der Stadt boomt. Das einstige Provinznest Berlin wird zur kulturellen Metropole. Kaum ein Tag vergeht, an dem sich nicht irgendein renommierter Künstler niederlässt oder ein Zweitatelier in der Stadt eröffnet. Kaum ein Tag, an dem nicht ein neues Museum oder eine neue Galerie geplant, gebaut oder eröffnet wird. Nachdem in den letzten Wochen viel über den Bau der temporären Kunsthalle „White Cube Berlin“ geschrieben wurde, ist jetzt der Kupfergraben in aller Munde. Dort, direkt in Sichtweite der Museumsinsel hat sich Sammler Heiner Bastian niedergelassen und von Stararchtiekt David Chipperfield einen Neubau errichten lassen und damit eine begehrte Baulücke geschlossen. Die oberen Stockwerke des Tageslicht durchfluteten Baus nutzt Bastian zur Präsentation zeitgenössischer Kunst. In die unteren Räume ist die Galerie Contemporary Fine Arts eingezogen. Bastian eröffnet seine Räume mit einer Ausstellung zu Damien Hirst, die Galerie Contemorary Fine Arts mit Walter Pichler. Der Bau ist innen und außen eine wahre Augenweide und für den Ausstellungsbetrieb wirklich ideal. Allerdings wirkt er auf mich dort ein bisschen wie ein Fremdkörper, eine Lösung, …

Politik und Kunst

  Der Yidam Guhyasamaja-Akshobhya, China, Ming-Dynastie (1403-1424), Potala, Lhasa© Administrative Bureau of Cultural Relics, Tibet Autonomous Region, China Muss eine Ausstellung zur Kunst Tibets unbedingt ein Mißfallen gegen die Politik der chinesischen Regierung kundtun? Deutsche Tibet-Organisationen meinen: ja. Sie haben zur Ausstellung Tibet – Klöster öffnen ihre Schatzkammern“ im Berliner Museum für Asiatische Kunst massiven Portest angekündigt. So forderten der Verein der Tibeter in Deutschland, die International Campaign for Tibet Deutschland und die Tibet Initiative Deutschland in einer gemeinsamen Erklärung Bundespräsident Horst Köhler als Schirmherr der Ausstellung dazu auf, „zu Religionsunterdrückung, politischer Verfolgung und systematischer Benachteiligung in Tibet Stellung zu beziehen“. Die Ausstellung sei eine „unerträgliche Ausblendung historischer Wahrheit“, beschwerte sich die Organisationen. Es werde nicht darauf hingewiesen, dass ein Großteil der tibetischen Kunstschätze in den sechziger und siebziger Jahren von den chinesischen Invasoren zerstört worden seien. Die politische Geschichte Tibets sowie aktuelle Menschenrechtsverletzungen würden konsequent ausgeklammert. Die Ausstellung, die seit 21. Februar läuft, zeigt 150 religiöse Kunstschätze aus Tibet, darunter aus bedeutenden Klöstern Zentraltibets, der Residenz des Dalai Lama und dem Tibet Museum in …